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Naturgemäße Teichpflege - vitales Teichleben

Neudorff - Schulung vom 2. Februar 2011
(vorgetragen von Hubertus Lettau, Kreisfachberater des KV der Gartenfreunde "Saale- Unstrut" e. V.

Ein natürlicher Teich reguliert sich selbst durch seine Größe (Abmessungen) und Tiefe sowie die Dicke der Sedimentschicht. Im künstlich angelegten Gartenteich fehlt jedoch die Sedimentschicht. Aus diesem Grunde werden hier Pflegemaßnahmen notwendig.

Wichtige Hinweise hierzu im Ratgeber für naturgemäße Teichpflege von Neudorff.

Heute besitzt jeder vierte Kleingärtner einen Teich als Biotop.

Warum ein Gartenteich?

  • Feng Shui (Wasser bringt Glück) wirkt entspannend,
  • bildet u.a. ein Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere,
  • er passt ins Öko-System,
  • Wasser bringt Leben in den Garten.

Aussage: Jeder gut funktionierende Teich bringt in der Regel 5 neue Teiche, jedoch ein schlechter Teich verhindert10 neue Teiche!

Teichpflege (erstreckt sich über das ganze Jahr)!

Winter

beachte:

  • für eine Belüftung sorgen (Loch im Eis, aber nicht durch reinhacken), damit Faulgase entweichen können und zusätzlich Sauerstoff in den Teich kommt. Pumpe abschalten und im Eimer mit Wasser frostfrei aufbewahren.
  • Schnee vom Eis fegen, damit mehr Licht reinfällt
  • SauerstoffAktivator zur Stabilisierung des Sauerstoffgehaltes bei offener Wasserfläche einsetzen.

 

Frühjahr

wichtig:

  • Erstellung einer Wasseranalyse über den Wassertest von Neudorf
    Beachte: alle Woche wiederholen, Wasserprobe immer abends aus 50 cm Wassertiefe entnehmen mit umgestülpten Glas
  • Optimale Testergebnisse:
    * pH-Wert 7,5 bis 8,5   * Karbonathärte (KH) 5° bis 14°  * Gesamthärte (GH) 5°-10°
    * Nitratgehalt unter 25 mg/l   * Nitritgehalt unter 1 mg/l   * Phosphat 0,01-0,03 mg/l
    * Sauerstoffgehalt 12 mg/l
  • Bei Nichterreichung der Testwerte den Einsatz von z.B.  WasserAktivator, PhosphatFrei, Wasserklar (auf der Basis natürlicher Mikroorganismen) und FilterAktivator prüfen

 

Sommer

Auftretende Probleme – Algen und trübes Wasser (Bemerkung: in geringen Mengen sind Algen jedoch unschädlich, denn sie tragen wesentlich zu einem ausgewogenen Teichleben bei. Nimmt der Algenwuchs überhand, sollten aber Maßnahmen ergriffen werden).

  • Maßnahmen gegen Faden- und Wattealgen: Verwendung von FadenalgenFrei und WasserKlar für klares, ungetrübtes Teichwasser
  • Schwebealgen und grünes Wasser: Verwendung von GrünwasserFrei und WasserKlar 
    Bringen Sie 2 Tage nach der Behandlung mit GrünwasserFrei zusätzlich Sauerstoff/Aktivator aus.
    Das Produkt StechmückenFrei kann bei starken Auftreten eingesetzt werden.
Wichtig: Teich sollte nicht mehr als 2/3 am Tag der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein! Ebenfalls wichtig die Drainagesperrung von innen und außen und die Absaugung von Verunreinigungen auf der Wasseroberfläche mindestens 1 x wöchentlich.

Herbst

wichtig:

  • Falls die Schlammschicht sehr stark ist, dann mechanisch entfernen. Im Anschluss daran bzw. bei einer nur mäßigen Schicht SchlammFrei einsetzen. Eine Anwendung entfernt bis30 cm Schlamm nach2 Wochen.
  • Eine langfristige Maßnahme stellt das Aufspannen von Laubschutznetzen über den Teich dar, um den Eintrag von herab fallenden Blättern und deren Umwandlung in Schlamm zu verhindern.
  • Durch Laubeinfall gelangt sehr viel organisches Material in den Teich, das durch Umwandlung auch zu überschüssigen Phosphaten führt und das Algenwachstum fördert. PhosphatFrei bindet überschüssige Phosphate und beugt Algenwachstum vor.

Faustformel für Berechnung der Teichgröße

Länge x breiteste Stelle x Tiefe : 2 in Meterangaben = Teichvolumen

Faustformel für Fischbesatz:

Ein mittelgroßer Fisch pro m² Wasseroberfläche (ein Koi ab 10.000 l Teichwasser)
Regulierung des Fischbestandes durch einsetzen von Sonnenbarsch, Stichlingen und Katzenwels möglich.
Feststellung: 75 % aller Teiche haben einen Fischbesatz!

Eine vermehrte Algenbildung tritt auf durch:

a) hohes Nährstoffangebot (Überfütterung),
b) zu starke Besonnung,
c) zu hohe Wassertemperatur,
d) zu flacher Teich,
e) zu wenig Pflanzen.

Ursachen für das Absterben eines Teiches:

a) Nährstoffüberfluss,
b) Verstärktes Algenwachstum,
c) biogene Entkalkung,
d) Pufferkapazität sinkt,
e) Schwankungen im pH-Wert,
f) Metallfreisetzung,
g) Schlammbildung,
h) Sauerstoffmangel, sinkende Artenvielfalt.

Seerosen – erzeugen viel Sauerstoff
Einsetzung in Maurerkübel mit Henkel mit nährstoffreicher Erde und einer Lehmschicht für die obere Abdeckung.